Veranstaltung

Internationales Symposium
von BIOFABRICATION und I4A

31.08. – 01.09.2017
NIFE, Hannover, Deutschland
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Programm

KooperationCooperation

Kooperation

Eine eng verzahnte interdisziplinäre Kooperation zwischen Medizin, Ingenieur- und Naturwissenschaften zur Entwicklung von Hochleistungsimplantaten bringt auch Herausforderungen im Bereich der Kommunikation mit sich. Dies betrifft sowohl den Austausch zwischen den beteiligten Wissenschaftlern als auch den Dialog mit der Öffentlichkeit.

A) Interne Kommunikation über Disziplingrenzen hinweg
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Arbeitsgruppen sollen möglichst effektiv und ‚reibungslos‘ zusammenarbeiten, um die angestrebten Fortschritte in der BIOFABRICATION zu erreichen. Die Verständigung zwischen Akteuren unterschiedlicher Wissenschaftsgebiete erweist sich jedoch oft genug als schwierig und kompliziert. In der Kommunikationswissenschaft und -praxis werden Fragestellungen der Verständigung in heterogenen Teams unter dem Stichwort der internen Organisationskommunikation diskutiert. Lösungsperspektiven für die Schwierigkeiten werden unter anderem im Aufbau von wechselseitigem Verständnis und der Förderung von Kompetenz zur Teamkommunikation gesehen. Die soziale Organisationsstruktur und das Kommunikationsverhalten der am BIOFABRICATION-Vorhaben beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler soll dabei jedoch nicht als genuiner Forschungsgegenstand betrachtet werden. Vielmehr wird innerhalb dieses Moduls anwendungsorientiert an der Förderung der Kommunikation zwischen den beteiligten Forschungseinheiten gearbeitet. Basierend auf wissenschaftlichen Befunden zur interdisziplinären Kollaboration und praktischen Erfahrungen mit der Moderation von Verständigung in heterogenen Teams sollen hauptsächlich in der Startphase des Vorhabens Instrumente zur Förderung der internen Kommunikation angewendet werden.

B) Externe Kommunikation komplexer Technologie an Laien: Public Understanding of Biofabrication
Die Entwicklung und Anwendung neuer (Behandlungs-)Technologien erfolgt seit einiger Zeit im Umfeld einer in Teilen sehr interessierten, oftmals insgesamt aber skeptischen und ängstlichen Öffentlichkeit. Komplexe Technologien sind Laien schwer erklärbar, und der Dialog zwischen den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Journalistinnen und Journalisten, Patientinnen und Patienten sowie dem breiten Publikum hat sich immer wieder als schwierig erwiesen. Speziell Patienten bedürfen umfassender Information, um ihre Unsicherheit über neuartige Behandlungsmethoden zu reduzieren. Die Schaffung von Transparenz und Verständnis für Chancen und Risiken bei Betroffenen und in der Öffentlichkeit erweist sich damit als zentrale Herausforderung für die Einführung neuer Verfahren.

Am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover soll daher ausgehend von bestehenden Erfahrungen im Bereich des Public Understanding of Science sowie der Gesundheitskommunikation die öffentliche und mediale Resonanz auf BIOFABRICATION und die Aktivitäten des Verbundprojekts untersucht werden. Im Projekt werden Ansätze zur Unterstützung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit entwickelt. Die Wahrnehmung und Beurteilung im Zusammenhang mit BIOFABRICATION sowie Ängste, Sorgen und Hoffnungen verschiedener Teilöffentlichkeiten und Akteursgruppen werden ermittelt und systematisiert. Konzeptionell stehen dabei Ansätze der Gesundheitskommunikation und der Wissenschaftsrezeption durch Laienpublika im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Begleitstudien sollen nicht nur das Verständnis für das aktuelle „Public Understanding of Science and Technology“ erweitern, sondern auch anwendungswissenschaftliche Unterstützung für die Herstellung von Transparenz und die Förderung eines angemessenen Umgangs der Öffentlichkeit mit BIOFABRICATION leisten. Ziel ist es durch die verständliche Darstellung wissenschaftlich-medizinischer Inhalte dazu beizutragen, Ängste gegenüber medizinischen Innovationsprozessen abzubauen. Speziell mit Blick auf den klinischen Alltag sind zudem anwendungswissenschaftliche Belange der Arzt-Patienten-Kommunikation von Interesse.

Hier finden Sie alle Mitarbeiter dieses Moduls.