Veranstaltung

Internationales Symposium
von BIOFABRICATION und I4A

31.08. – 01.09.2017
NIFE, Hannover, Deutschland
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Programm

M8 Biokompatibilität und Zell-TestsystemeM8 Biocompatibility and Cell Test Systems

BIO-Testing

In dem Modul „BIO-Testing“ soll ein neuartiges Biotestingverfahren entwickelt werden. Diese Verfahren sollen das Hochdurchsatz-Screening von für die Implantatforschung und Biomedizintechnik relevanten Materialien auf z. B. Bioverträglichkeit und Toxizität oder auch auf immunologische Effekte hin ermöglichen. Hierzu werden Standardeingangstests entwickelt, die ein schnelles Vorscreening großer Probenmengen erlauben (sogenanntes Pre-Screening). Die verwendeten Tests werden zunächst an kommerziell erhältlichen Zelllinien in Bezug auf ihre Eignung für das zu untersuchende Eingangsmaterial ausgebaut und möglichst standardisiert und als sogenannte „Standard Operating Procedure“ mit Orientierung an für eine Zertifizierung relevante geltende Iso-Normen formuliert. In dieser Form können sie dann immer wieder verwendet werden oder auch anderen Arbeitsgruppen zur Verfügung gestellt werden. Bei einer definierten Eignung bestimmter Materialien werden dann im Fine-Screening eingehendere Tests auf zellulärer und molekularer Ebene erfolgen. Diese Tests sollen ein reproduzierbares und standardisiertes Testen der Materialien und Konstrukte in NIFE ermöglichen und zu einer optimierten Materialsuche in der Implantatforschung führen. Die dazugehörigen Versuche sollen dabei in Säugertierzellen (z.B. Humanzellen), möglichst auch in Primärzellen aus dem für das jeweilige Material interessanten Gewebe stattfinden. Im sogenannten Komplexscreening werden dynamische Tests (z. B. in 3 D Zellkultur) zur Simulation der in vivo Situation für bestimmte Materialien entwickelt und zur Anwendung gebracht. Insgesamt hat dieses Modul das Ziel, Implantate auf ihre Verträglichkeit im menschlichen Körper zu optimieren. Weiterhin soll ein verlässliches System zur Markierung von implantiertem oder transplantiertem Gewebe entwickelt werden, um dieses Gewebe langfristig im Empfänger identifizieren zu können. Hierbei soll eine individuelle zellspezifische Signatur definiert werden oder aber eine biologisch oder artifiziell in das zu markierende Gewebe eingebracht werden. Ein solches System der Nachverfolgung soll so u.a. ermöglichen nachfolgende Erkrankungen des Empfängers auf ihren möglichen Ursprung durch das Implantat zu überprüfen.

Hier finden Sie alle Mitarbeiter dieses Moduls.